EuropaHORN am Morgen · Archiv

EuropaHORN am Morgen – Samstag, 17. Oktober 2026

Diese Ausgabe wurde am Samstag, 17. Oktober 2026 versendet und enthält 55 Meldungen. Die aktuellen Meldungen stehen auf EuropaHORN am Morgen; der Newsletter lässt sich dort abonnieren – samstags kostenlos, sonst im Abo.

Polen

1. Kundgebung vor dem Verfassungsgericht: Regierungschef kündigt hartes Durchgreifen der Polizei an

Am Samstag, 17. Oktober, um 14 Uhr wollen Kreise aus dem Umfeld der PiS vor dem Sitz des Verfassungsgerichts demonstrieren. Regierungschef Donald Tusk hat vorab angekündigt, dass die Polizei entschlossen vorgehen werde.

2. Durchsuchungsversuch im Verfassungsgericht: Präsident Święczkowski arbeitet mit Ermittlern zusammen

Ermittler wollten am Freitagvormittag das Verfassungsgericht durchsuchen – so stellen es Vertreter des Gerichts dar. Gerichtspräsident Bogdan Święczkowski habe sich für die Zusammenarbeit mit den Strafverfolgern entschieden und Dokumente freiwillig herausgegeben.

3. Brüsseler Gipfel: Tusk sieht in den nächsten Monaten die Weichen für Ukraine und Europa gestellt

Donald Tusk hat sich nach dem EU-Gipfel in Brüssel geäußert: Für die Ukraine wie für ganz Europa fielen in den nächsten anderthalb Jahren die Entscheidungen. Russland könne seine Aktionen noch vor Heiligabend verschärfen, warnte der Ministerpräsident. Weitere Themen seiner Stellungnahme: der Emissionshandel ETS2, der künftige EU-Haushalt und eine geplante Reise nach China.

4. Erstes Kernkraftwerk: Rechnungshof findet Mängel bei Verträgen, Finanzierung und Aufsicht

Polens erstes Kernkraftwerk kommt mindestens drei Jahre später als geplant. Der Oberste Rechnungshof NIK hat die Vorbereitungen geprüft und bei Verträgen, Finanzierung und Aufsicht Unregelmäßigkeiten gefunden.

5. Kinderbuchautorin und Übersetzerin Barbara Gawryluk mit 69 Jahren gestorben

Barbara Gawryluk ist mit 69 Jahren gestorben. Die Schriftstellerin schrieb Bücher für Kinder und Jugendliche, übersetzte schwedische Literatur ins Polnische und arbeitete über drei Jahrzehnte als Journalistin bei Radio Kraków.

Aktuelle Meldungen aus Polen →

Ungarn

1. Ungarn und Ukraine: Erst Ministergespräche, Spitzentreffen womöglich in einigen Monaten

Ministerpräsident Péter Magyar rechnet erst in einigen Monaten mit einer Fortsetzung der Gespräche mit Präsident Selenskyj. Den Anfang machen die Minister beider Länder: Sie sollen Projekte benennen, bei denen Ungarn und die Ukraine zusammenarbeiten können. Erst wenn das trägt, soll ein Treffen auf höchster Ebene folgen.

2. Fast 10.000 Gegenstände verschwunden: Öffentlich-rechtlicher Medienkonzern erstattet Anzeige

9738 Gegenstände fehlten, als der öffentlich-rechtliche Medienbetrieb 2025 seine Bestände zählte. Nicht ordentlich erfasst waren auch Kostüme aus der Serie Abigél und die Schlafanzüge der Kinderfigur TV Maci. Die Übergangsleitung des Hauses hat Anzeige erstattet.

3. Gerichtssieg für Iványis Glaubensgemeinschaft: Wesley-Schule in Szeged darf wieder öffnen

Die Wesley-János-Schule in Szeged kann ab dem kommenden Schuljahr wieder arbeiten. Das Gericht befand, dass das Regierungsamt den Betrieb rechtswidrig behindert hatte. Der Staat hatte die Schulen der Evangeliumsgemeinschaft in Szeged und Budapest vor zwei Jahren schließen lassen; die Gemeinschaft gewann nun den Prozess.

4. Paks II: Russischer Konzern vermisst Gespräche mit Budapest über die Kosten

Rosatom meldet sich zu Paks II: Der russische Konzern würde der ungarischen Regierung Fragen zu den Kosten des Projekts beantworten, sagt er – nur rede derzeit niemand mit ihm. Den fehlenden Dialog mit der Regierung kreidet das Unternehmen an.

5. Mohács: Umbau der Nationalen Gedenkstätte verzögert sich, Hades-Tor noch geschlossen

Die erneuerte Nationale Gedenkstätte von Mohács war zum Jahrestag im August nicht fertig, das Hades-Tor blieb auch Anfang Oktober für Besucher gesperrt. Beim Umbau blieben die architektonischen und künstlerischen Werte der Anlage von 1976 erhalten. Mit neuer Kapelle und unterirdischen Ausstellungsräumen soll bis 2028 eine umfassende Gedenkstätte für die Schlacht entstehen.

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Österreich

1. Niessl will 2028 Bundespräsident werden und gründet Förderverein

Der frühere Landeshauptmann Niessl wird bei der Wahl des Bundespräsidenten 2028 antreten. Ein Verein zu seiner Unterstützung wurde bereits ins Leben gerufen, auch der Unternehmer Andreas Binder ist dabei. Nächste Woche sollen weitere Personen ins Präsidium des Vereins nachrücken. Zu Wehrpflicht, Neutralität und Wirtschaft will Niessl unter anderem Stellung beziehen.

2. Koalition will mit Budgetresten die Wirtschaft etwas ankurbeln

Von der Einigung auf das Budget bleiben 200 Millionen übrig, die der Wirtschaft einen Impuls geben könnten. Auch für eine Belebung der Bauwirtschaft existieren Pläne. Außerdem wird Geld gebraucht, um die Teuerung einzudämmen.

3. Bahnreform: Gegenwind wegen Gewerkschaftseinfluss und Aufsichtsratsbesetzung

Gegen die geplante Neuaufstellung der ÖBB wächst der Widerstand. Kritisiert wird der größere Einfluss der Gewerkschaft sowie eine bemerkenswerte Besetzung des Aufsichtsrats. Zudem wird über die Nachfolge von Matthä spekuliert.

4. Stammgäste kämpfen vor verschlossener Tür um ihr Wiener Kaffeehaus

Stammkunden haben vor dem geschlossenen Café Engländer in Wien für den Fortbestand des traditionsreichen Lokals demonstriert. Der geplante Sitzprotest entwickelte sich vor Ort zu einer Stehparty.

5. Österreich stößt 2024 weniger fossiles CO2 aus

Laut Statistik Austria verringerten sich Österreichs fossile CO2-Emissionen 2024 gegenüber dem Vorjahr um etwa 4,3 Prozent. Seit 2008 beläuft sich der Rückgang auf insgesamt 27 Prozent. Private Haushalte reduzierten ihren Ausstoß stärker als die Wirtschaft.

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Schweiz

1. Wahlbarometer ein Jahr vor den Wahlen: SVP liegt vorn, andere Parteien legen ebenfalls zu

Ein Jahr vor den Parlamentswahlen 2027 sieht das SRG-Wahlbarometer die SVP klar an der Spitze. Sie ist allerdings nicht die einzige Partei, die an Wählerstärke gewinnt.

2. Liebesaffäre erschüttert das Bundesgericht und weitet sich zur Systemfrage aus

Am Bundesgericht hat sich eine Liebesaffäre zu einer Krise des gesamten Systems entwickelt. Ein Justizforscher sieht Reformbedarf.

3. Spionage in der Schweiz nimmt zu: Experte verweist auf den kleinen Nachrichtendienst

Der Historiker und Nachrichtendienst-Experte Adrian Hänni stellt fest, dass chinesische und russische Spionage in der Schweiz spürbar zunimmt. Der Fall Hanning zeige, dass sich auch private Dienste stärker betätigen. Ausländische Kollegen staunten über die geringe Grösse des NDB.

4. Wohneigentum wird teurer, obwohl der Leitzins bei null bleibt

Der Leitzins in der Schweiz verharrt bei 0 Prozent, dennoch wird Wohneigentum teurer. Der Preissprung erwischt viele Hausbesitzer unvorbereitet, häufig genau dann, wenn eine Anschlussfinanzierung ansteht.

5. Zürich schult die Bevölkerung im Krisenfall: Preppen im Quartierzentrum

Die Stadt Zürich will ihre Einwohnerinnen und Einwohner auf künftige Krisen vorbereiten. Sie bietet dafür das Angebot «Solidarisches Preppen» an und führt bei Stadtrundgängen zu Notfalltreffpunkten.

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Italien

1. Brüssel billigt Gaspreisdeckel, lehnt aber Änderungen beim Emissionshandel ab

Rom darf die Gaskosten deckeln: Die Europäische Kommission hat den italienischen Plan gebilligt, Unternehmen und Haushalte bei den Preisen zu entlasten. Beim Emissionshandel (Ets) dagegen bleibt Brüssel hart und weist die Wünsche der Regierung zurück. Ministerpräsidentin Meloni gibt sich zuversichtlich, beim Defizit Spielraum zu bekommen.

2. Fünf Milliarden von den Banken: Verbandschef Patuelli wehrt sich gegen höhere Abgaben

Fünf Milliarden Euro verlangt die Regierung von den Banken – Abi-Präsident Patuelli lehnt ab und nennt das nichts anderes als neue Steuern. Am stärksten träfe die Abgabe nach ersten Schätzungen Intesa und Unicredit. Unterdessen hat die Ratingagentur Dbrs Italiens Bonitätsnote A bestätigt.

3. Demonstrationen im ganzen Land: Meloni verurteilt Ausschreitungen bei Studentenprotesten

Landesweit sind Studenten auf die Straße gegangen; ihre Losung lautete „mehr Klassenräume und weniger Bomben“. Bei den Protesten kam es zu Spannungen, unter den Teilnehmern waren auch Vermummte. Ministerpräsidentin Meloni verlangte, Gewalt zu verurteilen.

4. Störung in der Flugsicherung: Annullierungen und Verspätungen an Italiens Flughäfen

Annullierte und verspätete Flüge an Italiens Flughäfen: Die Flugsicherung Enav führt die Störung auf Unregelmäßigkeiten im Netz ihrer Kontrollsysteme zurück. Einen Hackerangriff schließt sie aus. Verkehrsminister Salvini übte Kritik am Unternehmen Tim.

5. Rentenstreit um Quota 100: Höchstes Gericht stutzt Rückforderungen der Rentenkasse

Das Kassationsgericht ändert seine Linie beim Verbot, Quota-100-Rente und Arbeitseinkommen zu kombinieren. Die Rentenkasse Inps darf aus den Bezügen nur den Betrag zurückholen, der tatsächlich hinzuverdient wurde. Ein Koch sollte wegen eines Verdienstes von 111 Euro 28.000 Euro zurückzahlen. In einem anderen Fall wurde eine Olivenernte mit Öl entlohnt.

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Niederlande

1. 18 Milliarden für marode Infrastruktur: Verschobene Projekte sorgen im Land für Ärger

Minister Karremans und Bertram haben 18 Milliarden Euro für Instandhaltung und Erneuerung veralteter Brücken, Straßen und Schleusen angekündigt. Ein großer Teil des Geldes stammt aus geplanten Projekten, die dafür zurückgestellt werden. So entfällt die Erweiterung der Schleusenanlage Kornwerderzand in Friesland, und die Erreichbarkeit Amelands bleibt vorerst unverbessert. Aus mehreren Landesteilen kommen Frust und Enttäuschung.

2. Entschädigung für Kriegswitwen: 25.000 Euro für Hinterbliebene aus der Kolonialverwaltung

Hinterbliebene von Soldaten und Beamten aus dem früheren Niederländisch-Indien können im nächsten Jahr 25.000 Euro beantragen. Hintergrund: Während der japanischen Besatzung der Kolonie von 1943 bis 1945 bekamen die Staatsdiener gar kein oder kein volles Gehalt.

3. Notwohnungen auch für Statusinhaber: VVD-Abgeordneter Nobel widerspricht der Ministerin

Ministerin Boekholt-O'Sullivan hat einen Plan für Notwohnungen vorgelegt, die unter anderem für anerkannte Flüchtlinge gedacht sind. VVD-Parlamentarier Jurgen Nobel lehnt dagegen ab, dass solche Wohnungen für diese Gruppe bereitgestellt werden.

4. F-35-Ausbau in Lelystad: Vier Höfe und sechs Betriebe sollen verschwinden

Lelystad Airport wird für die F-35-Kampfjets ausgebaut – und dafür müssen vier Bauernhöfe und sechs Unternehmen Platz machen. Benötigt werden 200 Hektar für militärische Anlagen und weitere 40 Hektar, um die Start- und Landebahn zu verlängern.

5. KI-Verdacht bei Nachwuchs-Literaturpreis: Zwei Nominierte ziehen ihre Essays zurück

Bei der Joost Zwagerman Essayprijs, die Nachwuchstalente fördern soll, haben zwei der fünf Nominierten ihre Beiträge zurückgezogen. Zuvor war der Verdacht aufgekommen, sie könnten künstliche Intelligenz für ihre Essays genutzt haben.

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Frankreich

1. Verfassungsrat: RN will Präsident Ferrand aus dem Amt drängen

Richard Ferrand soll den Verfassungsrat verlassen – das will das Rassemblement National mit einem Antrag erreichen, der die Amtsaufgabe des Präsidenten von Amts wegen feststellen lassen soll. Begründung der Partei: Ferrand habe gegen seine Pflicht zur Zurückhaltung verstoßen, als er ein Kernstück des RN-Präsidentschaftsprogramms als verfassungswidrig einstufte. Verfassungsrechtler geben dem Vorstoß wenig Chancen.

2. Autofahrer als Zielgruppe: Der RN setzt im Wahlkampf aufs Auto

Seit der Krise der Gelbwesten nutzt die extreme Rechte jede Gelegenheit, sich als Anwalt der Autofahrer und ihrer Kaufkraft darzustellen. Der RN greift dabei die Kämpfe französischer Hersteller gegen europäische Vorgaben auf. Diese Konzerne suchen ihrerseits zunehmend den Kontakt zur Partei.

3. Nach dem EU-Gipfel: Macron sagt der Ukraine weitere Unterstützung zu

Präsident Emmanuel Macron betonte nach dem Gipfel der Siebenundzwanzig, die Europäer würden die Ukraine nicht im Stich lassen, da es sich um einen Widerstandskrieg gegen einen russischen Angriff handle. Das Abkommen zwischen Moskau und Washington zu russischem Diesel hielt er für unangemessen und wirkungslos. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen bestätigte die von Wolodymyr Selenskyj geforderte Finanzlücke von 70 Milliarden Euro für 2027.

4. Kongress der Départements: Lecornus Fernbleiben verärgert die Präsidenten

Haushalt 2027: Die Präsidenten der französischen Départements hatten Premierminister Sébastien Lecornu zu ihrem Kongress am Donnerstag erwartet. Er kam nicht; stattdessen traf Stunden später ein Schreiben ein, das sie für Mitte November nach Matignon einlädt. Verbandschef François Sauvadet und seine Kollegen, ohnehin verärgert über den Haushaltsentwurf, werten das als Geringschätzung.

5. Céline Dion in Paris: Studie beziffert Wirtschaftseffekt auf über 700 Millionen Euro

Mehr als 700 Millionen Euro – so hoch beziffert eine Studie bereits jetzt den wirtschaftlichen Ertrag der Pariser Konzerte von Céline Dion. Mit der zweiten Konzertstaffel im Mai 2027 soll die Milliardengrenze fallen; damit läge die Sängerin in Paris vor Taylor Swift und Beyoncé zusammengenommen.

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Tschechien

1. Senatsstichwahl: Opposition hat die Mehrheit schon vor dem Ergebnis sicher

Tschechien wählt in 22 Wahlkreisen seine Senatoren in der Stichwahl; der erste Wahltag am Freitag endete mit einer Beteiligung, die meist zwischen zehn und fünfzehn Prozent lag. Am Samstag sind die Wahllokale noch einmal von 8 bis 14 Uhr geöffnet. Eines steht schon fest: Die Opposition aus der Abgeordnetenkammer behält die Mehrheit in der 81 Sitze zählenden Kammer, weil sie bereits in der ersten Runde fünf der 27 neu zu besetzenden Mandate geholt hat.

2. Marokko-Reise: Präsident Pavel legt Flugkosten von 3750 und 15.000 Euro offen

Petr Pavel hat Zahlen vorgelegt: Seine Privatreise nach Marokko und die Rückkehr zur Wahl habe er komplett aus eigener Tasche bezahlt, so der Präsident. Für den Hinflug mit einer Chartermaschine nennt er 3750 Euro, für den eiligen Rückflug zu den Kommunalwahlen 15.000 Euro. Aus der Opposition heißt es, die Auskunft sei ausreichend und transparent.

3. Armee: Cyberkräfte-Kommandeur Haratek soll auf anderen Posten wechseln

Verteidigungsminister Jaromír Zůna von der SPD hat Generalstabschef Miroslav Hlaváč beauftragt, eine Versetzung von Radek Haratek vorzuschlagen. Haratek führt die Informations- und Cyberkräfte der Armee. Er soll einen anderen Dienstposten erhalten.

4. Erster Spionageprozess dieser Art: Verhandlung gegen Chinesen vertagt sich auf November

Dritter Verhandlungstag im ersten Spionageprozess seiner Art: Angeklagt ist Jang I-ming, ein chinesischer Staatsbürger, der sich in Tschechien als Journalist ausgegeben und dabei Informationen für eine fremde Macht gesammelt haben soll. Die Öffentlichkeit bleibt weitgehend ausgeschlossen, das Gericht hat strenge Geheimhaltung angeordnet. Die Verteidigung beklagt, das Gericht behindere sie; weiter geht es erst im November.

5. Über 3000 Glossen geschrieben: Autor Rudolf Křesťan ist tot

Rudolf Křesťan, Schriftsteller und Publizist, ist mit 83 Jahren gestorben. Sein Markenzeichen war das Feuilleton: über dreitausend kurze, komische Texte voller Übertreibung, Klamauk und Wortspiel, die in Zeitschriften erschienen und gesammelt als Bücher herauskamen. Auch im Radio und im Fernsehen war er ein vertrauter Name.

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Belgien

1. Fall des vierjährigen Dean: Schuldspruch wegen Mordes, Freispruch bei der Entführung

Im Prozess um den Tod des vierjährigen Dean hat das Gericht Dave De Kock des Mordes schuldig gesprochen; Romy Wuytack geht beim Vorwurf der Entführung straffrei aus. Dean hatte eine Zeit lang bei den beiden gelebt; seine Leiche wurde am 17. Januar 2022 in den Niederlanden entdeckt.

2. Haushaltsstreit in der Arizona-Koalition: PS wirft De Wever Angriff auf die Lohnindexierung vor

Pierre-Yves Dermagne, Fraktionschef der PS in der Kammer, erhebt einen schweren Vorwurf gegen Premierminister Bart De Wever: Der stelle das belgische Indexierungsmodell im Kern infrage. Anlass ist ein Kurswechsel des Premiers, während die Arizona-Koalition in ihren Haushaltsgesprächen auf der Stelle tritt.

3. Brüssel vor dem Wochenende: Schüler und Gelbwesten-Umfeld mobilisieren ohne Erlaubnis

In sozialen Netzwerken kursieren Aufrufe verschiedener Protestbewegungen, am Samstag in Brüssel zu demonstrieren. Französischsprachige Schüler wollen am Bahnhof Brüssel-Zentral auf die Straße gehen, auch im Umfeld der Gelbwesten gärt es. Laut Bürgermeister Philippe Close (PS) hat keine der Kundgebungen eine Genehmigung.

4. Nach dem Großbrand im August: Wallonien stellt 20 Millionen für das Hohe Venn bereit

Die Wallonische Region hat für den Wiederherstellungsplan im Hohen Venn 20 Millionen Euro angekündigt. Das Naturgebiet war im August von einem großen Brand mit erheblichen Schäden getroffen worden. Bis der Plan umgesetzt ist, werden noch Jahre vergehen.

5. Ketnet-Team bekommt Zuwachs: Brüsseler Schauspieler wird neuer Wrapper

Der Brüsseler Schauspieler Jean-Romy Manzila wird neuer Wrapper bei Ketnet. Bekanntgegeben wurde das am Abend in der Sendung 'Hallo Kroket!'. Er arbeitet künftig mit Nona, Thomas, Emma und Lee zusammen.

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Dänemark

1. Dänemarks älteste Einwohnerin räumt NS-Parteimitgliedschaft ein

Kirsten Schwalbe aus Westjütland, mit 112 Jahren der am längsten lebende Mensch Dänemarks, hat eingeräumt, in den Jahren der Besatzung Mitglied der dänischen Nazipartei DNSAP gewesen zu sein.

2. Anklage wegen Übergriffen auf 68 Kinder über Chatdienste

Die Anklage gegen einen 25 Jahre alten Mann umfasst Übergriffe auf 68 Kinder. Den Kontakt zu ihnen stellte er nach Darstellung der Ankläger über soziale Medien und ein Chatroulette her.

3. Neue Seuche greift unter Hasen und Kaninchen in Dänemark um sich

Hasen und Kaninchen in Dänemark sterben an einer Krankheit, die im Land bisher nicht aufgetreten war. Sie verläuft tödlich und greift inzwischen weiter um sich.

4. Kopenhagens bekannter Straßensänger Søren ist gestorben

Der in Kopenhagen bekannte Straßensänger Sanger Søren ist tot. Er war zeitweise obdachlos.

5. Leihgabe für Aarhus: Moesgaard Museum erhält Wikingerschiff aus Norwegen

Das Moesgaard Museum bei Aarhus bekommt ein Wikingerschiff ausgeliehen. Das Boot ist zehn Meter lang und knapp zwei Meter breit.

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Luxemburg

1. Treibstoff: Regierungschef Frieden lässt Zukunft des Fünf-Cent-Nachlasses offen

Ob der Nachlass von fünf Cent auf Kraftstoffe verlängert wird, ließ Staatsminister Luc Frieden bei seiner Ankunft zum EU-Gipfel offen – entschieden sei das noch nicht. Der Preis sei zwar wichtig, liege in Luxemburg aber schon jetzt niedriger als in vielen anderen EU-Staaten. Frieden verwies außerdem auf die Indexierung der Löhne und auf Energieprämien für Menschen mit kleinen Einkommen.

2. Sorge vor Rechtsruck: Wen die übrigen Parteien dabei im Blick haben

Einer Sonntagsumfrage zufolge machen sich die Menschen in Luxemburg Sorgen wegen eines Rechtsrucks. Die Äußerungen der anderen Parteien legen nahe, dass damit vor allem die ADR gemeint ist.

3. Wohnungskauf auf Plan: Insolvente Bauträger bringen Käufer in Not

Wer in Luxemburg eine Wohnung auf Plan kauft – im Fachjargon VEFA, Kauf im Zustand künftiger Fertigstellung –, kann hart getroffen werden, wenn der Bauträger pleitegeht und die Baustelle stillsteht. Betroffen sind viele; wie viele genau, sollen die zuständigen Ministerien beantworten, bei denen nachgefragt wurde.

4. Ein einziges Wort: Wie die Luxemburger die NS-Zählung zu Fall brachten

Vor 85 Jahren planten die Nationalsozialisten, mit einer Zählung der Bevölkerung die Eindeutschung Luxemburgs zu beschleunigen. Das Vorhaben misslang. Der Erfolg der Luxemburger gilt seither als Sinnbild ihres Widerstands.

5. IT-Zwischenfall bei der Arbeitsagentur: Stellenbörse vom Netz genommen

Die Arbeitsagentur ADEM hat ihr JobBoard vom Netz genommen, nachdem ein Sicherheitsvorfall in der IT entdeckt wurde. Gegen Unbekannt wurde Anzeige erstattet. Wer eine Stelle sucht, kann vorerst das EURES-Portal nutzen.

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