EuropaHORN am Morgen · Archiv
EuropaHORN am Morgen – Samstag, 24. Oktober 2026
Diese Ausgabe wurde am Samstag, 24. Oktober 2026 versendet und enthält 55 Meldungen. Die aktuellen Meldungen stehen auf EuropaHORN am Morgen; der Newsletter lässt sich dort abonnieren – samstags kostenlos, sonst im Abo.
Polen
1. Gehaltsdeckel für Ärzte: Sejm billigt Gesetzesänderung mit scharfen Sanktionen
Der Sejm hat eine Änderung des Gesundheitsgesetzes beschlossen, die Obergrenzen für Verdienst und Arbeitszeit von Ärzten festlegt. Erweist sich die Erklärung eines Arztes zu Einkommen oder Arbeitszeit als rechtswidrig, kann der Chef des Nationalen Gesundheitsfonds ihm dauerhaft die Tätigkeit im öffentlichen Sektor untersagen.
2. Abwahlentscheid in Częstochowa: Bürger stimmen über Stadtpräsident und Stadtrat ab
Die Einwohner von Częstochowa entscheiden am Sonntag per Referendum, ob Stadtpräsident Krzysztof Matyjaszczyk und der Stadtrat abgewählt werden. Gegen Matyjaszczyk liegen Korruptionsvorwürfe vor. Auch in Gliwice, Chorzów und Będzin laufen Referendumsinitiativen.
3. Staatssekretär Szyszko geht: Er warnt vor Machtübernahme durch Braun
Jan Szyszko, Staatssekretär im Ministerium für Fonds und Regionalpolitik, legt sein Amt nieder. Als Grund nennt er den Verlust des politischen und moralischen Kompasses. Ohne eine Rückbesinnung auf die Werte, für die die Polen 2023 gestimmt hätten, werde in einem Jahr Braun an die Macht kommen, sagt er.
4. Brüssel legt bei Rüstungskrediten nach: Polen unter sechs Anwärtern auf SAFE-Mittel
Die Europäische Kommission will bis Jahresende weitere 20 bis 21 Milliarden Euro für Verteidigungsprojekte der EU-Staaten bereitstellen. Um zusätzliche SAFE-Darlehen können sich sechs Länder bewerben, darunter Polen.
5. Nacht zum Sonntag: In Polen beginnt wieder die Winterzeit
In der Nacht vom 24. auf den 25. Oktober werden die Uhren in Polen auf Winterzeit zurückgestellt. Die Polen können dadurch eine Stunde länger schlafen.
Aktuelle Meldungen aus Polen →
Ungarn
1. Ex-Notenbankchef Matolcsy muss einen Monat in Untersuchungshaft
Ein Gericht hat gegen den früheren Notenbankchef György Matolcsy einen Monat Untersuchungshaft verhängt. Es sieht Flucht-, Verdunkelungs- und Zeugenbeeinflussungsgefahr. Ebenfalls inhaftiert wurden der ständige Anwalt der Firmen von Ádám Matolcsy und ein Geschäftsführer einer Gesellschaft, die mit Ádám Matolcsy und István Száraz verbunden ist. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig.
2. Magyars Festrede zum 23. Oktober: Seitenhieb Richtung Paris und ein Machtversprechen
Ministerpräsident Péter Magyar sagte bei der Staatsfeier, wer einen Aggressor in Schutz nehme, habe die Botschaft von 1956 nicht begriffen. Damit richtete er sich auch an den in Paris fotografierten Viktor Orbán. Außerdem erklärte er, der Nationalfeiertag gehöre künftig nicht mehr nur einem politischen Lager. Die errungene Macht werde nie gegen das eigene Volk eingesetzt, versprach er.
3. Geld aus Oslo: Budapest und Stoltenberg bekräftigen Abkommen zum Norwegen-Fonds
András Kármán hat sich mit Jens Stoltenberg getroffen und die Vereinbarung zum Norwegen-Fonds über 93 Milliarden Forint bestätigt. In der vorigen Förderperiode ging Ungarn das Geld verloren. Die Regierung Orbán wollte nicht, dass Organisationen außerhalb des NER die Mittel verteilen.
4. Finanzanalyst: Ohne Machtwechsel hinge Ungarn am Tropf des IWF
Der Analyst István Madár sieht die liquiden Reserven des Staates wegen des Vertrauens in die Regierung der Tisza auf einem historischen Höchststand. Die Finanzierbarkeit des Landes habe sich stark verbessert. Der größere Teil des neuen Haushalts sei allerdings nur eine Umschichtung. Spielraum sieht er beim Kürzen überteuerter Vergaben und beim Abbau der im regionalen Vergleich sehr hohen Staatsschulden.
5. 1956: Budapests vergessene Notgräber sollen nach 70 Jahren ein Denkmal erhalten
Während der Revolution entstanden in Budapest mehrere hundert provisorische Gräber. Von ihnen sind nur Fotografien erhalten. Ein Beispiel ist das Notgrab des 15-jährigen Gyula Szabó, an dessen Stelle heute ein Spielplatz liegt. Nach 70 Jahren soll nun an die vergessenen Grabhügel erinnert werden.
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Österreich
1. Fiskalrat sieht Staatsschulden 2027 weiter wachsen
Nach Einschätzung des Fiskalrats vom Freitag nimmt die Schuldenlast Österreichs 2027 weiter zu, und das Defizit verharrt auf hohem Niveau. Haupttreiber sind die zunehmenden Aufwendungen für Pensionen und Gesundheitswesen sowie höhere Zinslasten für Staatsanleihen. Bei der Gegenfinanzierung geplanter Maßnahmen erkennt der Fiskalrat Lücken und pocht auf rasche Strukturreformen.
2. Spionageverdacht: Österreich verweist russische Diplomaten des Landes, Moskau verärgert
Wien beschuldigt Angehörige der Russischen Föderation der Spionage und weist sie aus. Drei der Betroffenen waren bei Russlands Botschaft akkreditiert, ein weiterer arbeitete bei der OSZE im Feld der Rüstungskontrolle. Moskau reagiert erbost; es gilt als wahrscheinlich, dass Russland nun seinerseits österreichische Diplomaten ausweist.
3. Bures steht voll hinter Marterbauer an der SPÖ-Spitze
Die SPÖ-Spitzenfunktionärin Doris Bures stellt sich voll hinter Finanzminister Marterbauer an der Parteispitze und lobt dessen pragmatische Art. Dass Hans Niessl bei der Bundespräsidentenwahl antreten will, kommt ihrer Ansicht nach zu einem ungünstigen Zeitpunkt.
4. Nach wochenlangem Engpass: Grippeimpfstoff wird ab 27. Oktober ausgeliefert
Staatssekretärin Ulrike Königsberger-Ludwig kündigte am Freitagabend an, dass die Auslieferung des Grippeimpfstoffs Influvac am 27. Oktober schrittweise beginnt. Zunächst werden 200.000 Dosen verteilt. Zuvor hatte es wochenlange Verzögerungen gegeben, Impftermine mussten verschoben werden.
5. Freispruch im Fall der 2005 in Innsbruck erstochenen Studentin
Ein 42-Jähriger, der des Mordes an einer 19-jährigen Studentin verdächtigt wurde, ist freigesprochen worden. Die junge Frau war 2005 in Innsbruck vor einer Telefonzelle erstochen worden. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
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Schweiz
1. Sieben Bewerber im SVP-Bundesratsrennen: Aeschi unentschlossen, Matter winkt ab
Nach Ablauf der Meldefrist wollen sechs Männer und eine Frau definitiv für die SVP um die Nachfolge von Guy Parmelin im Bundesrat kandidieren. Fraktionschef Aeschi überlegt noch. Thomas Matter, der als Schwergewicht gilt, hat abgesagt.
2. Feuerwerksinitiative: Rösti wirbt in Fernsehdebatte für ein Nein
Bundesrat Albert Rösti hat sich in einer Fernsehdebatte gegen die Feuerwerksinitiative ausgesprochen. Ein solches Verbot beschränke die Freiheit, sagte er. Die Initiative will Verkauf und Verwendung von Feuerwerk einschränken.
3. Kampfjet-Kauf: Bundesrat nimmt zur Kritik der Geschäftsprüfungskommission Stellung
Der Bundesrat hat sich zum Bericht der Geschäftsprüfungskommission über die Beschaffung des amerikanischen Kampfflugzeugs F-35 geäussert. Er gibt an, nach dem Fiasko die nötigen Konsequenzen gezogen zu haben. Zurück weist er die Darstellung, lediglich zwei Personen hätten die Abkommen mit den USA eingehend studiert.
4. Just Eat arbeitet mit Selbständigen: Die Partnerschaft mit der Migros steht vor einer Bewährungsprobe
Just Eat, ein Anbieter von Essenslieferungen, hatte in seiner Branche den Ruf eines vorbildlichen Arbeitgebers und gewann damit die Migros als Partner. Jetzt orientiert sich die Firma am strittigen Modell des Rivalen Uber und setzt auf Selbständige anstelle von Angestellten. Damit steht der soziale Anspruch der Migros auf dem Prüfstand.
5. Slam-Poetin Tracy Splinter bleibt seit ihrem Aufenthalt in Vals verschollen
Die Slam-Poetin Tracy Splinter galt zu Beginn der 2000er Jahre als kleiner Star, mit Auftritten quer durch Europa und Videos auf MTV. Nachdem sie aufgebracht ein Luxushotel in Vals verlassen hatte, fehlt von ihr jede Spur. Ungeklärt ist, wo sie sich aufhält und weshalb die Polizei keine Suche eingeleitet hat.
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Italien
1. Streit vor dem Parteitag: In der Lega stellt sich Garavaglia gegen Salvini
Die Lega beginnt ihren Parteitag im Streit zwischen Salvini und Garavaglia. Der Parteichef kehrt mit einem neuen Logo zu den Ursprüngen der Partei zurück. Attilio Fontana hält bei der geheimen Abstimmung Überraschungen für möglich.
2. Kraftstoff-Preisdeckel bis Dezember: Opposition verlangt gesetzliche Lösung
Eni verlängert die Preisobergrenze für Kraftstoffe bis Dezember. Descalzi kündigte an, noch über die Höhe der Grenze zu beraten. Pd-Chefin Schlein fordert ein Gesetz, und Conte verlangt sofortige strukturelle Eingriffe.
3. Durchsuchungen in 18 Städten: Behörden gehen vor dem Protestwochenende gegen Aktivisten vor
Das Innenministerium hat vorbeugende Festnahmen ermöglicht. Am Vortag gab es Durchsuchungen in 18 Städten; rund hundert Personen wurden identifiziert, Stöcke und Messer beschlagnahmt. Die Bewegung 17. Oktober sagte ihre geplanten Umzüge ab und kündigte an, überraschend andere Orte zu wählen. Die Sicherheitskräfte sind landesweit in Alarmbereitschaft.
4. Wahl zum Richterrat: Cosimo Ferri tritt als Unabhängiger an
Am Sonntag und Montag werden die 20 richterlichen Mitglieder des Csm gewählt. Cosimo Ferri, der Mann aus dem Fall Palamara, kandidiert als Unabhängiger.
5. Monreale darf sich 2027 italienische Buchhauptstadt nennen
Monreale wurde einstimmig zur italienischen Buchhauptstadt 2027 gewählt. Das Kulturministerium stellt dem siegreichen Bewerbungsdossier 500.000 Euro bereit. Giuli bezeichnete das Schreiben als Mittel des Dialogs.
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Niederlande
1. Sturm Austen zieht über die Niederlande: Im Süden stürzen Bäume auf Gräber
Sturmtief Austen zieht seit 17 Uhr über die Niederlande, und dem Wetterdienst Weeronline zufolge stehen dem Land mehrere nasse und stürmische Tage bevor. Schon am Nachmittag setzte kräftiger Regen ein. In den südlichen Provinzen und an der Küste nimmt der Wind deutlich zu. Auf einem Friedhof in Maastricht beschädigten umgestürzte Bäume Gräber.
2. Minderheitsregierung unter Druck: Abgeordnete suchen Rat in Kopenhagen und Oslo
Sieben Abgeordnete der Zweiten Kammer sind nach Dänemark und Norwegen gereist, um sich anzusehen, wie dort mit einer Minderheitsregierung gearbeitet wird. Caroline van der Plas meint, feste Wahlen alle vier Jahre sorgten vermutlich für eine weniger aufgeregte Politik.
3. Cyberangriff auf Ahold Delhaize: Strafermittlungen gegen unbekannte Täter laufen
Die Polizei hat in dieser Woche strafrechtliche Ermittlungen zum Cyberangriff auf Ahold Delhaize, den Mutterkonzern von Albert Heijn, aufgenommen. Der Konzern hatte vergangene Woche Anzeige erstattet, nachdem Polizei und Staatsanwaltschaft ihn dazu aufgefordert hatten. Aus Vorsicht nahm das Unternehmen seine Systeme vom Netz, was zu leeren Regalen, stillstehenden Verteilzentren und tagelang nicht erreichbaren Webseiten und Apps führte.
4. Seehundstation Pieterburen gewinnt eine Woche Zeit – Spenden über 1,25 Millionen Euro
Die Seehundstation Pieterburen verschiebt ihren geplanten Insolvenzantrag um eine Woche. Nach dem Hilferuf vor anderthalb Wochen sind nach Angaben der Organisation 1,25 Millionen Euro an Spenden eingegangen, und eine Petition zum Erhalt wurde mehr als 100.000 Mal unterzeichnet. Der Vorstand des Wattenmeer-Welterbezentrums, zu dem die Station gehört, betont jedoch, dass eine Lösung noch nicht sicher sei.
5. Bokito ist tot: Zoo Blijdorp ringt um die Frage, ob der berühmte Affe präpariert werden soll
Der Zoo Blijdorp muss nach dem Ableben seines berüchtigten Affen Bokito eine heikle Entscheidung treffen. Das Tier hatte einst einen Besucher angegriffen und wurde dadurch weithin bekannt. Tierpräparatoren drängen darauf, Bokito zu konservieren. Der Zoo befürchtet jedoch, eine solche Ehrung könnte als Verherrlichung von Aggressivität aufgefasst werden. Aus Bokito soll kein Objekt der Sensationslust werden.
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Frankreich
1. Schüsse aus dem Auto in den Yvelines: Antiterrorjustiz übernimmt Ermittlungen
Bei einem Angriff mit einer automatischen Waffe in den Yvelines wurde ein 26-jähriger Mann getötet, fünf weitere Menschen erlitten Verletzungen, darunter ein zwölfjähriges Mädchen. Die Antiterrorjustiz hat den Fall übernommen und ermittelt wegen terroristischen Mordes mit rassistischem oder islamfeindlichem Hintergrund. Ein 39-jähriger Mann befindet sich in Gewahrsam. Präsident Macron bezeichnete die Tat als rassistisch.
2. Leere Regierungsbänke: Sozialhaushalt scheitert im ersten Anlauf
Die Abgeordneten der Nationalversammlung haben den Einnahmenteil des Gesetzentwurfs zur Finanzierung der Sozialversicherung abgelehnt. Im Plenarsaal waren die Unterstützer der Regierung kaum anwesend. Das Gesetzgebungsverfahren ist noch nicht beendet, die Regierung hofft weiter auf einen Ausweg.
3. Lecornu sagt Limoges Kostenübernahme für den Wiederaufbau des Rathauses zu
Premierminister Sébastien Lecornu hat bei einem Besuch des Rathauses von Limoges am Freitagabend zugesichert, dass der Staat den Wiederaufbau übernimmt, und zwar in identischer Form. Die Steuerzahler der Gemeinde müssten dafür „keinen Euro“ aufbringen, sagte er vor der Presse.
4. Kein Herabstufen: Ratingagentur belässt Frankreichs Bonität bei Aa3
Die Ratingagentur Moody's hat die Kreditwürdigkeit Frankreichs unverändert mit Aa3 bewertet, der Ausblick bleibt negativ. Premierminister Sébastien Lecornu begrüßte die Entscheidung am Freitag. Sie widerlege die pessimistischen Prognosen derjenigen, die auf die französische Verschuldung spekulierten.
5. Literaturpreis Femina: Letzte Auswahlrunde mit Marsantes und Haenel
Für den Prix Femina 2026 sind noch fünf Titel im Rennen, darunter drei von Autorinnen. In der dritten und letzten Auswahl stehen unter anderem Emma Marsantes und Yannick Haenel.
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Tschechien
1. Frühmorgens im Abgeordnetenhaus: Regierungsmehrheit bringt Gebührenabschaffung für Fernsehen und Radio voran
Die Koalition aus ANO, SPD und Motoristé hat den Regierungsentwurf zur Abschaffung der Rundfunk- und Fernsehgebühren in erster Lesung durchgebracht. Die Abstimmung fand am Samstag kurz nach halb fünf Uhr morgens statt, was die Regierungsmehrheit auf Vorschlag von Parlamentschef Tomio Okamura beschloss. Die Regierung will Tschechisches Fernsehen und Tschechischen Rundfunk künftig aus dem Staatshaushalt finanzieren.
2. Öffentlich-rechtliche Medien: Beschäftigte legen am 3. November die Arbeit nieder
Die Mitarbeiter von Tschechischem Fernsehen und Tschechischem Rundfunk haben für Dienstag, den 3. November, einen ganztägigen Streik ausgerufen. Sie wenden sich gegen den Plan der Koalition, die Gebühren abzuschaffen und die Finanzierung auf den Staat zu übertragen. Für beide Häuser würde das einen Einnahmeverlust von 1,4 Milliarden Kronen bedeuten. Nach Angaben der Initiative Veřejnoprávně unterstützen drei Viertel der Beschäftigten den Aufruf.
3. Prager Flughafen: Verwaltungsratschef gibt nach rund drei Monaten auf
Radomír Lašák ist aus persönlichen Gründen als Vorstandsvorsitzender des Prager Flughafens zurückgetreten, nachdem er das Amt rund drei Monate innegehabt hatte. Das Finanzministerium will die Stelle ausschreiben, wie Sprecher David Polák mitteilte. Zu welchem Datum Lašák ausscheidet, nannte er nicht. Die Gewerkschaften am Flughafen hoben ihre Streikbereitschaft nach der Rücktrittsmeldung auf.
4. Filmförderung: Fondsvorstand weist Kürzungsforderung des Kulturministers zurück
Der Vorstand des Staatlichen Audiovisionsfonds hat die Aufforderung von Kulturminister Ota Klempíř von den Motoristé zurückgewiesen. Dieser wollte die Förderung für tschechische Filme, Serien und Videospiele in diesem Jahr von 787 Millionen Kronen um etwa 400 Millionen senken. Vertreter der Branche warnen vor einer „totalen Zerstörung“.
5. Ferdinand I. gewählt: Fünf Jahrhunderte seit dem Beginn der Habsburgerzeit in Böhmen
Am 23. Oktober 1526 wählte der böhmische Landtag Ferdinand I. von Habsburg zum König. Damit begann eine fast vierhundertjährige Herrschaft der Habsburger auf dem böhmischen Thron, die erst der Erste Weltkrieg und die Gründung der Tschechoslowakei beendeten. Karl von Habsburg-Lothringen, das heutige Oberhaupt des Hauses, nennt den Tag bedeutsam für ganz Europa, da damals Mitteleuropa an Gewicht gewann.
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Belgien
1. Sturmtief Austen fegt über Belgien: Verletzte und Hunderte Feuerwehreinsätze
Das Sturmtief Austen hat am Freitag Belgien erreicht. Es gab Verletzte, Sachschäden und Behinderungen im Verkehr, die Feuerwehr rückte hunderte Male aus. Die Böen lagen zwischen 80 und 100 km/h.
2. Urlaubsgeld der Rentner: De Wever schließt Streichung aus
Premierminister Bart De Wever versichert, dass das Urlaubsgeld der Pensionäre nicht abgeschafft wird. Die Maßnahme war in den Medien durchgesickert und stieß seit mehreren Tagen auf scharfe Kritik der linken Opposition.
3. Fluglärm über Brüssel: Flandern geht gegen Pläne von Minister Crucke vor
Die flämische Regierung beruft sich gegen den Flugplan des föderalen Mobilitätsministers Jean-Luc Crucke (Les Engagés) auf einen Interessenkonflikt. Crucke hatte das Konzept Anfang des Monats vorgestellt, um den Lärm landender Flugzeuge über der Region Brüssel zu verringern. Nach Ansicht Flanderns könnte dadurch aber der Lärm im flämischen Umland Brüssels zunehmen.
4. Go Church verliert weitere Räume: Auch Gent und Brügge sagen Nein
Die umstrittene Jugendkirche Go Church ist nun auch in Gent und Brügge nicht mehr willkommen. Zuvor waren bereits Mietverträge unter anderem in Mecheln, Löwen und Turnhout beendet worden. Am Hauptstandort, der Sint-Jozefkerk in Merksem, scheint der Sonntagsgottesdienst weiterzulaufen. Der Kirchenrat will erst kommende Woche entscheiden.
5. Gesuchter Straftäter stellt sich nach monatelanger Flucht
Ein 34-jähriger Mann, der seit dem 21. Juni flüchtig war und auf der Liste von Belgium's Most Wanted stand, hat sich diese Woche freiwillig gestellt. Er war im Juni zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Kurz vor dem Urteil hatte er seine Fußfessel durchtrennt und war untergetaucht.
Aktuelle Meldungen aus Belgien →
Dänemark
1. Umfrage: Dänische Volkspartei legt zu, Venstre sackt auf Tiefstand
In einer neuen Meinungsumfrage gewinnt die Dänische Volkspartei deutlich an Zustimmung. Der politische Sprecher der Venstre nennt das Ergebnis „ärgerlich“. Seine Partei habe seit 28 Jahren nie schlechter abgeschnitten.
2. Nach Entlassung von Chirurgen: Rigshospitalet-Personal sorgt sich um Patienten
Nachdem Chirurgen der Abteilung für Transplantation und Verdauungskrankheiten entlassen wurden, äußern Krankenschwestern und Ärzte am Rigshospitalet tiefe Sorge um die Patientensicherheit. Ein Oberarzt hält es für problematisch, wenn das Personal sich zu diesem Thema nicht öffentlich äußern kann.
3. Tschechiens Präsident bringt Frederiksen als Europas Gesprächspartnerin für Putin ins Spiel
Der tschechische Präsident hält es für nötig, dass die EU eine einzelne Person bestimmt, die Europa am Verhandlungstisch mit Putin vertritt. Als mögliche Besetzung nennt er die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.
4. Hacker greifen Daten von rund 525.000 Menschen an der Kopenhagener Universität ab
Die Universität Kopenhagen ist Ziel eines Cyberangriffs geworden. Nach Angaben der Hochschule verschafften sich die Angreifer Zugang zu Informationen über etwa 525.000 Personen.
5. Nordjütland: Politischer Gipfel sucht Auswege für Kinder in Not
In Nordjütland steigt die Zahl der Kinder und Jugendlichen, denen es schlecht geht. Ein politisches Spitzentreffen soll heute Lösungen finden. Betroffene Kinder müssen laut der Überschrift anderthalb Jahre auf eine Abklärung warten, was ein Beteiligter als „ein bisschen eine Katastrophe“ bezeichnet.
Aktuelle Meldungen aus Dänemark →
Luxemburg
1. Esch besteuert Leerstand: bis zu 100 Euro je Quadratmeter jährlich
Esch hat beschlossen, Wohnungen ohne Bewohner sowie brachliegende Grundstücke künftig mit einer Steuer zu belegen. Pro Quadratmeter und Jahr werden bis zu 100 Euro fällig.
2. Entlastungspaket der Regierung: Zwischenstand bei Sprit, Strom und Mindestlohn
Die Regierung hatte im Juni mit dem „Resilienzpak“ zahlreiche Entlastungen angekündigt, darunter günstigeren Sprit, niedrigere Stromkosten und höhere Mindestlöhne. Offen ist, welche Maßnahmen bereits gelten und bei welchen Bürger und Unternehmen noch warten müssen.
3. Findel: Geparkte Frachtmaschine verliert Halt am Fahrwerk
Am Freitagmorgen ist am Findel bei einer geparkten Cargolux-Boeing 747-8F das Fahrwerk kaputtgegangen. Die Fluggesellschaft bestätigt den Zwischenfall.
4. Skulptur an der Stäreplaz erinnert an den jungen Widerständler Raymond Petit
An der Stäreplaz steht nun eine Skulptur zum Gedenken an den Widerstandskämpfer Raymond Petit. Er erschoss sich mit 22 Jahren selbst, um nicht der Gestapo in die Hände zu fallen und seine Kameraden nicht zu verraten.
5. Arbeiter stirbt beim Überprüfen eines Krans auf der CFL-Großbaustelle
Beim Überprüfen eines Krans an der Route de Thionville hat ein Arbeiter tödliche Verletzungen erlitten. Der Unfall ereignete sich dort, wo das neue Hauptquartier der CFL entsteht. Die Staatsanwaltschaft will den Leichnam obduzieren lassen.
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