EuropaHORN am Morgen · Archiv

EuropaHORN am Morgen – Samstag, 31. Oktober 2026

Diese Ausgabe wurde am Samstag, 31. Oktober 2026 versendet und enthält 55 Meldungen. Die aktuellen Meldungen stehen auf EuropaHORN am Morgen; der Newsletter lässt sich dort abonnieren – samstags kostenlos, sonst im Abo.

Polen

1. Verfassungsgericht: Präsident Święczkowski und sein Vize vorerst aus dem Amt genommen

Das Verfassungsgericht hat die Amtsgeschäfte von Präsident Bogdan Święczkowski und Vizepräsident Bartłomiej Sochański unterbrochen; die Mitteilung erschien am Freitag um 18 Uhr auf der Webseite des Gerichts. Die Leitung übernahm Anna Korwin-Piotrowska, die als Richterin die längste Dienstzeit hat. Der Regierungschef äußerte sich zur Lage, der Staatspräsident kehrte ins Land zurück. Die Generalversammlung der Richter ist für den 3. November angesetzt.

2. Nach Gang ins Verfassungsgericht: Nawrocki bittet die Parteien zum Krisentreffen

Präsident Karol Nawrocki ist mit Vertretern seiner Kanzlei in das Gebäude des Verfassungsgerichts gelangt. Vor dem Haus kam es zu Rangeleien, nachdem vom Sejm gewählte Richter versucht hatten, die Institution zu übernehmen. Nach mehreren Stunden verlas Paweł Szefernaker, Leiter des Präsidialkabinetts, eine Erklärung, in der Nawrocki Vertreter der politischen Kräfte zu einem Treffen aufruft.

3. Kryptobörse im Visier der Justiz: Razzien bei Stiftungen von Ziobro und Wipler

Im Verfahren um die Kryptobörse Zondacrypto durchsuchen Ermittler die Sitze der Stiftungen von Zbigniew Ziobro und Przemysław Wipler. Das teilte am Freitag Anna Adamiak, Sprecherin des Generalstaatsanwalts, mit.

4. Gemeinsame Wahlliste: Linke will allein antreten und erteilt Tusk eine Absage

Regierungschef Donald Tusk fragt bei der Linken nach einer gemeinsamen Liste für die Wahl. Das Bündnis will jedoch eigenständig antreten und lehnt auch die Annäherung der Partei Razem ab. Es verfolgt dafür einen eigenen Plan.

5. Torloses Spitzenspiel in Zabrze: Górnik schießt 18-mal, trifft aber nie aufs Tor

Górnik und Legia trennten sich in Zabrze 0:0. Die Gastgeber gaben 18 Schüsse ab, doch kein einziger traf das Tor. Legia verteidigte konsequent, und die Spieler wurden von den Rängen mit Pfiffen verabschiedet.

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Ungarn

1. Nach Paris auf den Balkan: Orbán trinkt mit Dodik Schnaps am Feuer

Der frühere ungarische Ministerpräsident Viktor Orbán hat Milorad Dodik besucht, den ehemaligen Präsidenten der Republika Srpska in Bosnien. Beide tranken eng umschlungen Pálinka am Feuer. Dodik, der verurteilt wurde, erklärte, er fühle sich geehrt, und verwies auf den Satz „Wahre Freundschaft gilt für immer“.

2. Gestoppter Bahnauftrag über 300 Milliarden Forint: Strafverfolger greifen ein

Im Fall der Südlichen Ringbahn sind Ermittlungen angelaufen. Das Projekt im Wert von mehr als 300 Milliarden Forint hatte Mészáros' Firma V-Híd gewonnen. Die Regierung hatte es Mitte Oktober wegen des Verdachts auf Missbrauch angehalten.

3. Orbáns Architekt Taraczky: Berufungsinstanz kippt Kammerstrafe, Verfahren beginnt von vorn

Die gegen Orbáns Hausarchitekten Dániel Taraczky verhängte Strafe der Berufskammer wurde aufgehoben, es folgt ein neues Verfahren. Im Laufe der Untersuchung kam der Verdacht weiterer ethisch-disziplinarischer Verstöße auf, über die man ihn nicht einzeln informierte. Möglicherweise fällt das Ergebnis der zweiten Instanz für ihn schlechter aus, als wenn er keine Berufung eingelegt hätte.

4. Kecskeméter Gericht: Rettungsfahrer muss wegen Schlangenlinien mit Patient wohl in Haft

Zwei Rettungskräfte wurden verurteilt, weil sie gegenüber ihrem Patienten rassistische Bemerkungen machten und mit ihm absichtlich Slalom fuhren. Der Rettungspfleger hatte in erster Instanz ein Jahr Haft erhalten, bekam rechtskräftig aber eine Bewährungsstrafe. Der Fahrer des Rettungswagens muss dagegen möglicherweise für eineinhalb Jahre ins Gefängnis.

5. Schauspielerin Udvaros erinnert sich an die Haft ihrer Mutter im Pfeilkreuzler-Prozess

Dorottya Udvaros schildert die Verhaftung ihrer Mutter, die als Siebtangeklagte im Mittelpunkt eines Pfeilkreuzler-Prozesses stand. Die Presse nannte sie „Korbácsos Tünde“, sadistische Pfeilkreuzler-Spionin. Unklar blieb, wer sie anzeigte und ob ihr früherer Verlobter selbst verfolgt war oder mit den Pfeilkreuzlern zusammenarbeitete. Am plausibelsten sei, dass sie sich gut für einen Schauprozess eignete. Der Text stammt aus Krisztián Nyárys Buch „Vetkőzés – Udvaros Dorottya élete“.

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Österreich

1. Familiennachzug: Kontingent von 314 Personen pro Jahr, doch eine Vorgabe macht Schwierigkeiten

Österreich lässt 2026 und 2027 über den Familiennachzug je 314 Personen ins Land. Eine der Bestimmungen könnte die Behörden allerdings vor Probleme stellen.

2. Wiener Gerichtspräsident zweifelt an spürbarer Entlastung der Gefängnisse durch Abschiebungen

Friedrich Forsthuber, der dem Wiener Straflandesgericht vorsteht, rechnet durch die neuen Regeln zur Abschiebung lediglich mit geringer Entspannung in den überfüllten Gefängnissen. In der Sendung „ZiB 2“ kritisierte er außerdem die Justizpolitik scharf.

3. Klimagesetz: Wirtschaft und Umweltorganisationen üben aus entgegengesetzten Gründen Kritik

Die Begutachtungsfrist für das Klimagesetz ist am Freitag abgelaufen, bis Donnerstag gingen über 330 Stellungnahmen ein. Die Wirtschaftskammer und einige Unternehmen lehnen ab, dass Österreich zehn Jahre früher als die EU klimaneutral werden soll. Andere Organisationen vermissen dagegen Verbindlichkeit, auch beim Ziel für 2040.

4. Wien und Niederösterreich: Sechs Durchsuchungen wegen Halloween-Aufrufen zu Gewalt

Wegen Plünderungs- und Gewaltaufrufen rund um Halloween durchsuchten Einsatzkräfte am Freitag früh sechs Objekte in Wien und Niederösterreich. Laut Exekutive beschlagnahmte sie eine Machete, eine Softgun, zwei Schreckschusspistolen, Munition und mehrere Datenträger.

5. Maria Theresias Leibarzt und die Vampir-Hysterie im Habsburgerreich

Nach mehreren ungeklärten Todesfällen griff im Habsburgerreich eine Vampir-Hysterie um sich. Van Swieten, der Leibarzt Maria Theresias, wollte diesen Wahn beenden und wurde dabei selbst zu einem Teil der Vampirgeschichte.

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Schweiz

1. Ruag geht gegen zehn Personen vor: Verfehlungen größer als gedacht

Eine unabhängige Prüfung fördert beim bundeseigenen Rüstungsunternehmen Ruag Verfehlungen zutage, die deutlich über das bisher Bekannte hinausgehen. Teile von Panzern wurden gratis abgegeben, Dokumente gefälscht und Pläne beiseitegeschafft. Wegen des Schadens in Millionenhöhe hat die Ruag zehn Personen verklagt. Bundesrat Pfister missbilligt die Vorgänge mit schärfsten Worten.

2. Heiratsstrafe: Keller-Sutter warnt in der TV-Arena vor Kosten und Durcheinander

Bundesrätin Keller-Sutter hat in der Abstimmungsarena vor den Kosten der Fairnessinitiative der Mitte gewarnt. Sie sagte, sie wisse nicht, wie das zu finanzieren sei, und befürchtet ein grosses Durcheinander. Die Befürworter entgegneten, nur mit der Initiative lasse sich Gerechtigkeit herstellen.

3. Freihandel mit Peking: Schweiz erneuert Abkommen nach überraschend rascher Schlussphase

Die Schweiz und China erneuern ihr Freihandelsabkommen. Bundesrat Parmelin erklärt, weshalb der Abschluss am Ende so zügig gelang. Er hält zugleich fest, dass China weiterhin gewisse Handelshemmnisse aufrechterhält.

4. Vierzig Jahre nach dem Großbrand von Schweizerhalle bleibt dessen Ursache ungeklärt

In der Nacht auf den 1. November 1986 zerstörte ein Feuer in Pratteln ein Lagergebäude des Konzerns Sandoz. Es war der schwerste Chemieunfall der Schweiz. Das Wasser der Feuerwehr gelangte vergiftet in den Rhein, und die empörte Bevölkerung warf den Verantwortlichen tote Aale vor die Füße. In der Folge änderte sich das Denken über Chemiesicherheit, doch wie das Feuer entstand, ist bis heute umstritten.

5. Neue Bundeszahlen: Zug zieht bei der Wirtschaftskraft davon, Zürich tritt auf der Stelle

Das Bundesamt für Statistik hat neue Zahlen zu Wirtschaftskraft und Wachstum der Kantone berechnet. Zug liegt demnach klar vorn, während Zürich stagniert. Daneben gibt es einige überraschende Aufsteiger.

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Italien

1. Oppositionsbündnis legt Fahrplan für die Parlamentswahl 2027 fest

Schlein, Conte, Fratoianni und Bonelli haben in einer dreistündigen Videokonferenz die nächsten Schritte des Bündnisses vor der Parlamentswahl 2027 vereinbart. Das gemeinsame Programm soll im November stehen, die Vorwahlen sind für Februar vorgesehen. Im Dezember planen die Parteien eine Mobilisierung gegen die Regierung Meloni.

2. Streit um Renzi im Oppositionslager: Conte warnt, Meloni verdächtigt Vannacci

M5S-Chef Conte sagt in einem Buch von Bruno Vespa, mit Renzi im Bündnis lasse sich Meloni nicht ablösen, da ein Teil seiner Wähler nicht abstimmen würde. Schlein müsse politische Garantien erreichen. Meloni erklärt, sie wolle ohne Erpressung weiterregieren, und behauptet, Vannacci wolle die Koalition zum Verlieren bringen.

3. Castel d'Azzano: Verfahren gegen drei Carabinieri nach der tödlichen Tat

Die Staatsanwaltschaft Verona hat Ermittlungen gegen drei Carabinieri eingeleitet. Der Vorwurf lautet auf fahrlässige Tötung im Zusammenhang mit dem Geschehen von Castel d'Azzano.

4. Einkommen der Parlamentarier veröffentlicht: Nordio mit 260.000 Euro, Schlein mit 98.000

Die Einkommensangaben der Abgeordneten und Senatoren sind online einsehbar. Di Giuseppe, Bongiorno und Tremonti gehören zu den Wohlhabendsten im Parlament. Justizminister Nordio weist 260.000 Euro aus, Oppositionsführerin Schlein 98.000 Euro.

5. Tötungen von Frauen: Mehrheit der hinterbliebenen Kinder erlebte die Tat mit

Mehr als die Hälfte der Kinder, die durch einen Femizid ihre Mutter verloren haben, war bei der Tat anwesend. Das ergab eine Erhebung des Projekts Respiro unter 124 betreuten Waisen in sechs Regionen.

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Niederlande

1. Aufrufe zu Kundgebungen am Samstag: Im ganzen Land werden Plünderungen und Krawalle befürchtet

In sozialen Medien kursieren Aufrufe zu Demonstrationen an mehreren Orten der Niederlande am Samstag. Dabei wird auch mit Plünderungen und Krawallen gedroht. Die Lage sorgt für Besorgnis.

2. Umfragetief der Regierungsparteien: Minderheitskabinett gerät in die Kritik

VVD, D66 und CDA schneiden in den Umfragen allesamt schlecht ab. Zugleich wird bemängelt, wie wenig das Minderheitskabinett bislang durchsetzt.

3. Stickstoffplan vertagt: Regierung will weiter mit Landwirtschaftsverbänden verhandeln

Das Kabinett wollte am Freitag die erste große Ausarbeitung seiner Stickstoffpläne vorlegen, verschob dies aber nach einem nächtlichen Gespräch mit Landwirten. Mit den Bauernorganisationen soll weiter geredet werden. Von einem Abrücken von den Plänen will der Minister nichts wissen: „Ich habe das Mandat, dies durchzusetzen.“

4. Nach Feuerwehrbesuch in Nordholland: Mutmaßlich verwirrter Mann nähert sich König Willem-Alexander

In Ursem hat ein möglicherweise verwirrter Mann den König angesprochen, nachdem dieser eine Feuerwache besucht hatte. Leibwächter hielten den Mann zurück, der König wechselte kurz einige Worte mit ihm. Der Mann sagte, er brauche Hilfe.

5. Fernsehformat Het Familiediner geht nach 25 Staffeln zu Ende

Die Sendung Het Familiediner wird nach 25 Staffeln eingestellt. Ein Beispiel aus dem Format ist die Arnheimerin Tamara, die ihre Großmutter Jannie und ihre Tante Jolanda aussöhnen will. Die beiden sprechen seit siebzehn Jahren nicht mehr miteinander, ausgelöst durch einen eher banalen Vorfall.

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Frankreich

1. Trappes: Eine Woche nach der Gewalttat versammeln sich die Bürger gegen Hass

In Trappes im Département Yvelines fand am Freitagabend eine Kundgebung statt, genau eine Woche nach einem rassistisch motivierten Anschlag. Dabei war ein 26-jähriger Schwarzer, Pengo Bossio Wangi, ums Leben gekommen. Sieben weitere Menschen wurden verletzt, unter ihnen ein kleines Mädchen.

2. Protestwelle im Netz: Regierung droht Plattformen bei neuer Gewalt mit zeitweiliger Sperre

Die Regierung droht den sozialen Netzwerken mit einer vorübergehenden Aussetzung, falls es erneut zu Gewalt kommt. Das Ausmaß der Online-Mobilisierung der seit sechs Wochen laufenden Protestbewegung scheint ihr zunächst entgangen zu sein. In diese Richtung geht auch das Gesetzesprojekt zur Haftung von Randalierern, das in der Wochenmitte verabschiedet wurde.

3. Nach Lulas Wiederwahl: Mélenchons junge Anhänger wollen den Netzwahlkampf aufrollen

Lulas Wiederwahl am 25. Oktober hat bei jungen Anhängern von Jean-Luc Mélenchon eine bislang unbekannte Euphorie ausgelöst. Sie erklären sich bereit, in den sozialen Netzwerken nach dem Vorbild des brasilianischen Abgeordneten André Janones zu kämpfen.

4. Fitch stellt Frankreichs Bonität unter schlechtere Vorzeichen

Die Ratingagentur Fitch hat Frankreichs Bewertung von A+ bestätigt, den Ausblick aber verschlechtert. Ihre Analysten warnten am Freitag vor den Folgen des abflauenden Wachstums sowie vor einer "Verschlechterung" der Haushaltslage und der Kreditzinsen des Landes.

5. Pariser Centre Pompidou tut sich mit New Yorker MoMA und Hongkonger M+ zusammen

Das Centre Pompidou, das MoMA und das M+ schließen sich zu einer "kulturellen Allianz" zusammen. Die drei Häuser, die zusammen rund 10 Millionen Besucher im Jahr anziehen, wollen gemeinsam Ausstellungen entwickeln.

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Tschechien

1. Zlín: Ermittler nehmen frühere ANO-Politikerin Balaštíková ins Visier

Die Polizei hat gegen die frühere ANO-Abgeordnete Margita Balaštíková ein Verfahren wegen des Verdachts eingeleitet, Kontrollen der Zlíner Regionalhygienestation beeinflusst zu haben. Insgesamt werden drei Personen wegen Amtsmissbrauchs und Begünstigung verfolgt. Balaštíková weist die Schuld wiederholt zurück. Die Zlíner Polizeisprecherin Šárka Trnková bestätigte die Verfolgung der drei Personen.

2. Energiekosten steigen: 1,6 Millionen ČEZ-Kunden müssen 2027 mehr zahlen

Der Energiekonzern ČEZ erhöht im kommenden Jahr die Preise für Strom und Gas. Betroffen sind 1,6 Millionen Kunden mit unbefristeten Verträgen. Die neuen Tarife gelten ab Jahresbeginn. Auch andere Anbieter verteuern ihre Energie nach und nach.

3. Russland wieder bei Eishockey-Turnieren: Prag legt Beschwerde beim Sportgerichtshof ein

Der Internationale Sportgerichtshof CAS hat entschieden, dass russische Teams sofort wieder an Eishockey-Weltmeisterschaften teilnehmen dürfen. Tschechische Politiker kritisieren das Urteil. Sportminister Boris Šťastný schickte dem Gericht einen förmlichen Protest.

4. Kernkraftwerk Dukovany: Reaktorblock 3 wegen defekter Armatur vom Netz

Das Kernkraftwerk Dukovany hat gegen 20 Uhr die Leistung seines dritten Blocks gesenkt und nimmt ihn nachts außerplanmäßig vom Netz. Bei Routinekontrollen war eine geringfügige Undichtigkeit an einer Armatur entdeckt worden. Sprecher Radek Doležal erklärte, die nukleare Sicherheit sei nicht betroffen. Die übrigen drei Blöcke laufen mit voller Leistung.

5. Uherské Hradiště: Lars von Triers „Dogville“ kommt auf die Theaterbühne

Das Slovácké divadlo in Uherské Hradiště bringt am Samstag eine neue Bühnenfassung von Lars von Triers Film „Dogville“ zur Premiere. Die Inszenierung erzählt eine moralische Parabel darüber, dass auch Gnade Grenzen hat.

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Belgien

1. Armee holt Leuvener Chipforscher ins Boot: Imec soll jährlich 10 Millionen für Verteidigungstechnik erhalten

Die belgische Armee hat eine Partnerschaft mit dem Leuvener Forschungsinstitut Imec geschlossen, das auf Nanoelektronik und digitale Technologie spezialisiert ist. Imec soll Anwendungen für die Verteidigung entwickeln und erhält dafür jährlich 10 Millionen Euro. Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) sprach von einem "historischen Tag für die Armee".

2. Russisches Gericht weist Euroclear ab: Verurteilung zu rund 250 Milliarden Dollar bleibt bestehen

Euroclear ist mit seiner Kassationsbeschwerde vor der russischen Justiz gescheitert. Das Institut war im Mai zu Schadenersatz in Höhe von rund 250 Milliarden Dollar verurteilt worden. Hintergrund sind die eingefrorenen russischen Vermögenswerte.

3. Rechnungshof rügt erneut die Krankenversicherungsbehörde Inami

Der Rechnungshof hat einen weiteren sehr kritischen Bericht über das Inami vorgelegt. Er prüft jedes Jahr die Rechnungen der verschiedenen Einrichtungen der sozialen Sicherheit.

4. Kokainprozess in Brüssel: Anklage verlangt Gefängnis und Geldbuße für Ex-Nationalspieler Nainggolan

Die Brüsseler Staatsanwaltschaft fordert für Radja Nainggolan zwei Jahre Haft und eine Geldbuße von 105.000 Euro. Der frühere Nationalspieler muss sich vor dem Strafgericht am Rand eines internationalen Kokainhandels verantworten; ihm wird Geldwäsche vorgeworfen. Für die übrigen Angeklagten verlangt die Anklage Strafen zwischen 12 Monaten und 14 Jahren.

5. Belgien bekommt Anfang 2027 erstmals amtliche Zahlen zu Frauenmorden

Die erste offizielle Zählung von Femiziden in Belgien wird für Anfang 2027 erwartet. Das Institut für die Gleichstellung von Frauen und Männern wertet die Daten gemeinsam mit Polizei und Justiz aus. Sie beziehen sich auf das Jahr 2025.

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Dänemark

1. Notfallplan für die Belt-Querungen: Fähren sollen bei Brückenausfall einspringen

Eine neue politische Vereinbarung sieht einen Bereitschaftsplan für den Verkehr vor, falls die großen Brücken zwischen Jütland, Fünen und Seeland nicht nutzbar sind. Fähren sollen dann die Verbindung übernehmen. Der Leiter einer Rettungsleitstelle weist darauf hin, dass die Brücken für den Rettungsdienst große Bedeutung haben.

2. KI-Stimmenklon: Betrüger wollten im Namen eines Verbandschefs Geld nach Südkorea lenken

Betrüger haben mithilfe künstlicher Intelligenz die Stimme von Lars Sandahl Sørensen, dem Direktor des Industrieverbands Dansk Industri, nachgeahmt. Sie versuchten damit, eine Zahlung über ein Büro in Südkorea zu erwirken.

3. Kommunen fordern mehr Handhabe gegen problematische Vermieter

Der zuständige Minister zeigt sich bereit, härter gegen Vermieter vorzugehen. Seit Jahren bereitet vor allem ein Bauunternehmer mehreren Kommunen Schwierigkeiten. Diese wünschen sich nun zusätzliche Mittel, um einzugreifen.

4. Personalmangel in Seeland: Region schafft es nicht, alle Rettungswagen zu besetzen

Zweieinhalb Jahre nach dem Start von Ambulance Sjælland hat die Region Seeland noch nicht genug Personal eingestellt, um sämtliche Rettungswagen zu bemannen.

5. Psychiatrie-Forschungszentrum am Bispebjerg: Einheitsliste schert aus dem Parteienblock aus

Die Einheitsliste (Enhedslisten) lehnt Bau und Betrieb eines nationalen Forschungszentrums für klinische Psychiatrie am Bispebjerg Hospital ab und schlägt damit eine Milliarde aus. Sie will an einem Prinzip festhalten. Alle übrigen Parteien haben dem Vorhaben zugestimmt.

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Luxemburg

1. Bommeleeër-bis in zweiter Instanz: Anklagebehörde plädiert auf fünf Jahre Haft

Im Berufungsverfahren zur Bommeleeër-bis-Affäre hat der Generalstaatsanwalt am zweiten Verhandlungstag sein Plädoyer gehalten. Er fordert fünf Jahre Gefängnis, wobei eine Bewährung möglich wäre.

2. Belgische Vignettenpflicht: Luxemburg wirbt weiter um Entgegenkommen, 70 Euro drohen

Wer in Belgien ohne digitale Vignette unterwegs ist, muss bald 70 Euro zahlen, die Schonfrist läuft aus. Die Luxemburger Behörden versuchen weiterhin, die belgischen Nachbarn zum Umdenken zu bewegen.

3. Arzneimittelbehörde für Luxemburg: Parlament stimmt einhellig zu

Luxemburg bekommt als letztes Land der EU eine eigene nationale Arzneimittelagentur. Die Abgeordnetenkammer hat dem Vorhaben einstimmig zugestimmt.

4. Versteckte Gemälde und Skulpturen: 266 Werke machen Straßen für drei Wochen zum Kunstschauplatz

Werke unter anderem von Kutter, Klopp und Tissen kommen aus Depots und Privathäusern ans Licht. Insgesamt 266 Gemälde und Skulpturen verwandeln Straßen für drei Wochen in einen Anziehungspunkt für Kunstfreunde.

5. Mosel: Nach Fund der Feuerbakterie gilt in betroffenen Rebflächen ein Pflanzstopp

In den betroffenen Weinbergen an der Mosel darf wegen der Feuerbakterie mindestens ein Jahr lang nichts neu gepflanzt werden. Serge Fischer, Direktor des Institut viti-vinicole, sagte, man habe schnell gearbeitet und die Winzer sofort kontaktiert.

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